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Die Story eines Edelbrandys - Wie der Cigarrignac entstand...
23.04.2007

Man nehme eine völlig abstruse Idee und erzähle Sie bei einer gemütlich geschmauchten Zigarre einem befreundeten Winzer und Edelbrenner.






Der wiederum spinnt den Gedanken sofort weiter und bereits nach Sekunden steht ihm bereits auf der Stirn geschrieben, was er denkt. Gute Idee, nur wie setzen wir das um?

Die Idee klingt auf Anhieb tatsächlich ziemlich abstrus. Wir wollen einem Brandydestillat soviel Zigarrenrauch einhauchen, bis es den Geschmack annimmt und beim Genuss des fertigen Getränks das Aroma des Zigarrenrauchs ganz fein vermittelt.

Der leidenschaftliche Winzer und Edelbrenner braucht keine 10 Minuten, um auf dem Papier den ersten Entwurf einer „Maschine“ für die provisorische Herstellung einer Probe zu konstruieren. So, wie es funktionieren soll ist klar, dass wir ein paar rauchfeste Helfer brauchen. Der Cigar Cult Club Wiesbaden muss her.

Ein paar Wochen später, an einem wunderschön sonnigen Wochenende des Sommers 2003, trifft sich der Club mit weiteren geladenen Gästen im Dalbergerhof zu Osthofen. Mit jeder Menge Zigarren am Mann geht es zunächst zur Winzervesper in den Weinberg. Gut gestärkt, schreitet der Club nun zur Tat.

Im Barriquelager des Weinguts hat Winzer Heinfried Strauch seine „Konstruktion“ bereits vorbereitet.
Auf einem runden Tisch steht eine große, bauchige Glasflasche, gefüllt mit 25 Liter reinem, 72%igem Barrignac-Destillat (fertiger Barrignac ist ein Edel-Weinbrand vom Dalbergerhof, mindestens 3 Jahre im Barrique-Fass gelagert).

Aus dem Gummipfropfen am Hals der Flasche hängen 5 Schläuche, die jeweils mit einem Pfeifenmundstück enden. In der Mitte des Gummipfropfen erkennt man den „Schornstein“, ein kurzes, offenes Glasröhrchen.

Nach kurzer Einweisung machen sich fünf freiwillige CCCler an die Arbeit. Fünf Epicure Nr.1 verbreiten ihren feinen Duft. Dann kräftig ziehen und in den Schlauch blasen, der im Barrignac endet. Es brodelt gewaltig in der Flasche. Der Schornstein raucht, dass ein wahres Vergnügen ist. Nach einigen Zügen ist Raucherwechsel notwendig, das ist anstrengend! Aber es macht eine Riesen Gaudi! Unter den Zuschauern entstehen wüste Spekulationen, was da gerade entsteht.

Die fünf vollständig verblasenen Coronaformate sollten genügen. Aus dem Flaschenhals riecht es stark nach Zigarre, kaum ein Hauch von Barrignac. Das Produkt muss ruhen.

Nach ein paar Stunden, die zu einem vorzüglichen Abendessen und exquisiten Aperitif-Zigarren genutzt wurden, schreit die Runde förmlich nach dem ersten Test der Kreation. Ein wenig geruht und auf Trinkstärke reduziert, hat nun jeder den frisch ‚gerauchten’ Barrignac im Glas. Man rechnet mit dem schlimmsten...

Doch höchst positive Überraschung macht sich breit. Aus dem Glas duftet es zwar durchaus vernehmlich nach Zigarre, doch der Weinbrand überwiegt. Von genial über klasse bis gigantisch lauten die Urteile der „Expertenrunde“. Der „Cigarrignac“ war geboren.

Image Nach nunmehr einigen Jahren reinem Insiderverzehr produziert der Dalbergerhof den „Cigarrignac“ jetzt auch für den freien Verkauf. In einem inzwischen auch nach einwandfreien hygienischen Gesichtspunkten entwickelten, rein maschinellen Verfahren können jährlich rund 350 Flaschen Cigarrignac hergestellt werden. In dieser, streng limitierten Auflage ist „Cigarrignac“ ein ganz besonderes Getränk für die Genießerstunde und ein unikates Schmuckstück für jedes ZigarrenZimmer.



„Cigarrignac“ ist erhältlich in jeder deutschen Casa del Habano sowie bei Zigarren Herzog in Berlin, Tabak Benden in Düsseldorf und in unserem Shop.


Zum Wohl!

gb


 
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